Eine Tafel auf der "Aktuelles" geschrieben steht.

Tourismus als starker Wirtschaftsfaktor


Der Tourismus ist weit mehr als Freizeit und Erholung – er ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor für Regionen und Kommunen. Das zeigt die aktuelle Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus“ des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif), die für die Region Hunsrück-Naheland vorgestellt wurde.

Das dwif ist ein deutschlandweit tätiges Forschungs- und Beratungsinstitut, das sich auf ökonomische Analysen im Tourismus spezialisiert hat. Ziel ist es, die wirtschaftlichen Effekte des Tourismus messbar zu machen und damit eine fundierte Grundlage für politische Entscheidungen, Investitionen und strategische Entwicklungen zu schaffen. Dazu kombiniert das Institut statistische Daten, eigene Studien und regionale Auswertungen.

Die Ergebnisse dienen vor allem dazu, die Bedeutung des Tourismus sichtbar zu machen, Investitionen zu begründen und die Akzeptanz in Politik und Bevölkerung zu stärken.


Tourismus in der Region: Milliardenumsätze und starke Effekte

Die Studie zeigt eindrucksvoll die Dimension des Tourismus in der Region Hunsrück-Nahe:

  • 31,4 Millionen Aufenthaltstage jährlich
  • 22,5 Millionen Tagesreisen
  • 1,213 Milliarden Euro Bruttoumsatz durch touristische Ausgaben

Ein Großteil dieser Umsätze entsteht durch Tagesgäste, die rund die Hälfte der Nachfrage ausmachen.

Die wirtschaftlichen Effekte gehen dabei weit über Hotellerie und Gastronomie hinaus. Auch Einzelhandel und Dienstleistungen profitieren erheblich. Zusätzlich entstehen indirekte Effekte, etwa bei Handwerk, Energieversorgung oder regionalen Zulieferern. Insgesamt ergibt sich eine touristische Wertschöpfung von rund 591 Millionen Euro.

Auch für den Arbeitsmarkt ist der Tourismus bedeutend: Rund 20.000 Beschäftigtenäquivalente werden gesichert.


Konkrete Zahlen für die VG Langenlonsheim-Stromberg

Besonders interessant sind die auf die Verbandsgemeinde heruntergebrochenen Zahlen:

  • ca. 40 Millionen Euro touristischer Bruttoumsatz pro Jahr
  • davon:
    • Tagesreisen: ca. 19,6 Mio. € (größter Anteil)
    • Gewerbliche Übernachtungen: ca. 13,6 Mio. €
    • VFR (Besuche bei Verwandten/Bekannten): ca. 3,4 Mio. €
    • Camping und Privatvermietung ergänzend

Die Zahlen zeigen deutlich: Auch in der VG ist der Tourismus ein relevanter Wirtschaftsfaktor – und zwar nicht nur für klassische touristische Betriebe, sondern für viele Branchen vor Ort.


Kernaussagen der Studie

Die Analyse des dwif macht mehrere zentrale Punkte deutlich:

  1. Tourismus schafft Wertschöpfung vor Ort
    Einnahmen entstehen direkt durch Gästeausgaben und indirekt über regionale Wirtschaftskreisläufe.
  2. Tagesgäste sind entscheidend
    Sie stellen den größten Anteil am Gesamtvolumen und sichern breite Umsätze – auch ohne Übernachtung.
  3. Tourismus wirkt in viele Branchen hinein
    Neben Gastronomie und Beherbergung profitieren auch Einzelhandel, Dienstleistungen und Handwerk.
  4. Tourismus ist ein Jobmotor
    Er sichert Arbeitsplätze und Einkommen in der Region.
  5. Tourismus stärkt kommunale Haushalte
    Durch Steueraufkommen und wirtschaftliche Impulse.

Bedeutung für die VG Langenlonsheim-Stromberg

Für die Verbandsgemeinde ergeben sich daraus klare Schlussfolgerungen:

  • Tourismus ist kein „Nice-to-have“, sondern ein relevanter Wirtschaftsbereich.
  • Investitionen in Infrastruktur, Qualität und Marketing zahlen direkt auf die regionale Wertschöpfung ein.
  • Besonders wichtig ist die Stärkung des Tagestourismus, da dieser den größten Anteil ausmacht.
  • Die Zahlen unterstreichen die Notwendigkeit von Zusammenarbeit und professionellen Strukturen, wie sie aktuell in interkommunalen Kooperationen angestrebt werden.

Fazit

Die aktuellen Zahlen des dwif zeigen klar: Der Tourismus ist ein bedeutender wirtschaftlicher Motor für die Region Hunsrück-Nahe – und auch für die Verbandsgemeinde Langenlonsheim-Stromberg. Mit rund 40 Millionen Euro Umsatz jährlich trägt er erheblich zur regionalen Entwicklung, Beschäftigung und Lebensqualität bei.

Eine strategische Weiterentwicklung des Tourismus ist damit nicht nur sinnvoll, sondern eine zentrale Zukunftsaufgabe für die Region.

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