Eine Tafel auf der "Aktuelles" geschrieben steht.

Führungskräfte-Seminar stärkt Zusammenarbeit und Einsatzkompetenz


Am 11. April 2026 kamen die Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Langenlonsheim-Stromberg zu einem ganztägigen Seminar im Sitzungssaal der Verbandsgemeindeverwaltung zusammen. Im Mittelpunkt stand die praxisnahe Weiterbildung sowie die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit innerhalb der Verbandsgemeinde.

Die Begrüßung erfolgte durch Wehrleiter Bernhard Schön, der die Bedeutung einer einheitlichen Führungsstruktur und einer kontinuierlichen Fortbildung im Einsatzgeschehen hervorhob.

Der Vormittag stand im Zeichen rechtlicher Grundlagen. Dr. Markus Cordt vermittelte in seinem Fachvortrag kompakt und praxisbezogen die rechtlichen Rahmenbedingungen zu Sonder- und Wegerechten sowie zur Notfalltüröffnung. Anhand konkreter Fallbeispiele wurde deutlich, welche Handlungsspielräume bestehen und wo klare Grenzen gesetzt sind.

Am Nachmittag folgte ein besonderer Einsatzschwerpunkt: Die Luftrettung. Pilot Tim Bröder und Windenoperator Eike Maxin von „Christoph 66“ gaben einen detaillierten Einblick in die Möglichkeiten der Windenrettung. Im Fokus standen Einsatzabläufe, technische Voraussetzungen und die enge Zusammenarbeit mit der Feuerwehr – insbesondere bei Rettungseinsätzen in schwer zugänglichem Gelände. Die Darstellung realer Einsatzszenarien verdeutlichte die hohe Bedeutung abgestimmter Abläufe zwischen den beteiligten Organisationen.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Einsatznachbesprechung eines Gebäudebrandes in Dörrebach aus dem Jahr 2025. Unter Leitung von Wehrleiter Bernhard Schön wurden zentrale Aspekte wie Alarmierungsabläufe, Ordnung des Bereitstellungsraumes, persönliche Schutzausrüstung und taktische Grundsätze analysiert. Ziel war es, konkrete Verbesserungsansätze für zukünftige Einsätze abzuleiten.

Abgerundet wurde das Seminar durch die Vorstellung der Drohnenstaffel des Landkreises Bad Kreuznach durch deren Leiter Markus Bedszent. Die in Rümmelsheim stationierte Einheit unterstützt die Feuerwehren unter anderem bei Personensuchen, Lageerkundungen und Brandeinsätzen. Besonders hervorgehoben wurde die zunehmende Bedeutung der Drohnentechnik als Führungs- und Einsatzmittel.

Die organisatorische Vorbereitung erfolgte durch die Verbandsgemeindeverwaltung, insbesondere durch den zuständigen Sachbearbeiter für das Feuerwehrwesen, in enger Abstimmung mit der Wehrleitung. Die gezielte Auswahl der Themen und Referenten spiegelte die aktuellen Anforderungen im Einsatzdienst wider.

Die Teilnehmer nahmen zahlreiche Impulse für die praktische Umsetzung im Einsatzdienst sowie für die überörtliche Zusammenarbeit innerhalb der Verbandsgemeinde mit.

Im Anschluss fand eine kurze Wehrführer-Dienstbesprechung statt. Die nächste turnusmäßige Dienstbesprechung ist für Juni 2026 vorgesehen.

(Bilder und Text: Stefan Bußmann)