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Kita-Kindern die heimische Natur vorstellen
Wie lässt sich schon bei den Jüngsten Begeisterung für die heimische Natur wecken und zugleich ein Bewusstsein für deren Schutz schaffen? Der Verein Lebensraum unter Nahe e. V. (LUN) gibt darauf mit seinem Projekt „Kita-Kindern die heimische Natur vorstellen“ eine überzeugende und praxisnahe Antwort. Für dieses langfristig angelegte Engagement erhält der Verein den Umweltschutzpreis der Verbandsgemeinde Langenlonsheim-Stromberg. Die LUN empfängt einen bon insgesamt vier Preisen, mit denen die Verbandsgemeinde in diesem Jahr besonderes Engagement für Umwelt- und Naturschutz würdigt.
Seit 2022 arbeitet der Verein eng mit der örtlichen Kindertagesstätte Taka-Tuka Land zusammen. Ziel ist es, Kindern bereits im Kita-Alter einen unmittelbaren Zugang zur heimischen Natur zu ermöglichen. Unter der Leitung des 1. Vorsitzenden Detlef Szymanski, der dort als zertifizierter Kita-Naturpädagoge tätig ist, findet wöchentlich eine Naturbildungseinheit statt.
Natur wird zum Erlebnis
Im Mittelpunkt des Projekts steht das unmittelbare Erleben. Tierpräperate, authentisches Bildmaterial und echte Pflanzen bringen die heimische Tier- und Pflanzenwelt in den Gruppenraum. Gleichzeitig greifen die Naturbildungseinheiten die Fragen und Beobachtungen der Kinder auf. So war beispielsweise das häufige Auftreten von Feuerwanzen Anlass, über diese mehr zu erfahren und ökologische Zusammenhänge zu entdecken.

Die Themen sind vielfältig und ermöglichen Einblicke in die Vielfalt der heimischen Wildtiere und -pflanzen im Dorf, in Feld und Wald, egal ob sie im Boden oder in den Baumgipfeln leben. Dabei bleibt es nicht bei der Vermittlung von Wissen. Die Kinder werden selbst aktiv: Sie malen Ausschnitte des Erlernten, basteln Tiere aus Pappe, bauen und gestalten Vogelfutterglocken und Insektenhotel-Dose. Letztere wandern ins große LUN-Insektenhotel im Taka-Tuka-Wald. Auf diese Weise erfahren sie unmittelbar, wie ihr eigenes Handeln einen Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt leistet.
Ein wichtiger Bestandteil ist zudem die regelmäßige Begleitung bei den Waldtagen. Dort können die Kinder das zuvor erworbene Wissen in der Natur wiederentdecken und vertiefen. Gleichzeitig lernen die Kinder, den verantwortungsvoller Umgang mit dem Wald und warum der wichtig ist.
Kinder tragen ihr Wissen in die Familien

Die Wirkung des Projekts reicht dabei über die Kita hinaus. Nach Beobachtung des Vereins nehmen die Kinder ihr Wissen mit nach Hause und erzählen ihren Familien von ihren Entdeckungen. So wird beispielsweise erklärt, welche Bedeutung die Brennnessel als Nahrungspflanze für den Nachwuchs des Tagpfauenauges hat – ohne Brennnesseln gäbe es über 30 heimische Schmetterlinge nicht, weil deren Raupen auf Brennnesselnahrung angewiesen sind!
Die Kinder werden damit zu kleinen „Botschaftern der Natur“. Ihr Wissen und ihre Begeisterung erreichen Eltern und Geschwister. So tragen sie dazu bei, dass Natur- und Umweltthemen auch im Familienalltag präsent werden.
Für die Verbandsgemeinde ist gerade dieser Ansatz ein wesentlicher Grund für die Auszeichnung. Das Projekt vermittle nicht nur Wissen über einzelne Tier- und Pflanzenarten, sondern fördere Verständnis für ökologische Zusammenhänge und zeige Kindern, dass sie selbst etwas bewirken können.
Ein Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung
Mit der Auszeichnung würdigt die Verbandsgemeinde ein Projekt, das bereits im Kindergartenalter ansetzt und Nachhaltigkeit auf anschauliche Weise vermittelt.
Der Umweltschutzpreis der Verbandsgemeinde macht damit zugleich deutlich: Nachhaltiger Umwelt- und Naturschutz lebt vom Engagement vor Ort und sollte bereits bei den Kleinsten beginnen. Denn: Wer die Bedeutung der Natur für den Menschen kennt, weiß warum sie zu schützen ist!
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