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Heimattage 2026 - ein voller Erfolg
Was für Heimattage! Rund 1.000 Bürgerinnen und Bürger haben über vier Tage verteilt unsere Veranstaltungen besucht, gemeinsam gelacht, gestaunt, zugehört, gesungen, geschlemmt und vor allem eines getan: einander begegnet.
Genau darum geht es bei den Heimattagen. Vier Tage, vier Orte und vier ganz unterschiedliche Veranstaltungen – und überall Menschen, die völlig entspannt zusammenkamen, miteinander ins Gespräch kamen und gemeinsam eine gute Zeit verbrachten. Heimat erzählt. Heimat lacht. Heimat klingt. Heimat schmeckt. – 2026 wurde dieses Motto mit ganz viel Leben gefüllt.
Heimat erzählt – und selbst der Regen gehörte irgendwie dazu
Bereits am Donnerstag trafen sich in den frühen Nachmittagsstunden rund 50 Menschen an der Trollbachhalle in Rümmelsheim, um gemeinsam auf Tour zu gehen. Und der Regen? Der war überhaupt kein Hindernis. Im Gegenteil: Nach der langen Trockenheit wurde er fast schon freudig begrüßt. Gut gelaunt machte sich die Gruppe auf den Weg und lauschte den Legenden, Geschichten und Anekdoten, die Jutta Riethe, Marianne Wilbert und Herbert Grimm entlang der Strecke zum Besten gaben.
Weil der Regen schließlich doch beschloss zu bleiben, wurde der Abschluss kurzerhand in den Clubraum der Trollbachhalle verlegt. Dort hatten sich die Ehrenamtlichen rund um die Ortsgemeinde Rümmelsheim, vertreten durch Kerstin Baaser, mächtig ins Zeug gelegt. Federweißer und Zwiebelkuchen, weitere Leckereien und gute Weine sorgten dafür, dass niemand so schnell nach Hause wollte.
Und auch Liane Höfer-Engelmann und Margot Vollmer hatten noch etwas im Gepäck: ihre "Sage vom Goldloch" samt Denk- und Knobelaufgaben, die Köpfe rauchen ließ und für große Begeisterung sorgte.
Heimat lacht – und wie!
Am Freitagabend wurde es im Haus des Gastes in Daxweiler gemütlich – und vor allem ziemlich lustig. Gleich fünf Künstlerinnen und Künstler sorgten bei „Heimat lacht“ dafür, dass kaum ein Auge trocken blieb.
Luca Brosius, der „schwäbische Saarländer“, nahm mit seinen schrägen Alltagsbeobachtungen und Parodien so manches nur allzu bekannte Verhalten aufs Korn Ciro Visone, Deutschlands wohl verrücktester Pizzabäcker, brachte italienisches Temperament, Pizza, Amore und jede Menge Situationskomik mit auf die Bühne. Jutta Lindner alias Oma Frieda bewies als „Gladiator am Rollator“ eindrucksvoll, dass Humor garantiert keine Altersgrenze kennt. Und dann wurde es magisch: Daniel Zürn machte bei seiner Comedy-Magic kurzerhand das Publikum zum Teil seiner Show. Da wurde gestaunt, gelacht und mitgemacht. Entertainer Frank Reinhardt schließlich nahm mit viel Selbstironie und einem kräftigen Augenzwinkern die kleinen und größeren „Wehwehchen“ des Älterwerdens aufs Korn und führte zugleich durch den Abend. Fünf völlig unterschiedliche Künstler, fünf Arten von Humor – und ein Publikum, das sich nur allzu gerne darauf einließ – und manche spontane Slapstick-Einlage mit Gästen aus dem Publikum dürfte noch länger in Erinnerung bleiben.
Während auf der Bühne ein Gag auf den nächsten folgte, sorgten die Ehrenamtlichen der KuDax – Kulturinitiative Daxweiler für das Wohl der Gäste. So wurde aus der Comedynacht ein herrlich entspannter Abend, der erst Richtung Mitternacht zu Ende ging – mit vielen Lachern und einem wunderbar herzlichen Publikum.
Heimat klingt – und sorgt für Gänsehaut
Der Samstagabend in Bretzenheim bescherte den Heimattagen dann ganz besondere Momente. Das Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz kam in großer Besetzung unter der Leitung von Chefdirigent Florian Weber und zog alle Register seines Könnens. Die Halle war bis auf den letzten Platz gefüllt.
Anlässlich seines 100-jährigen Bestehens hatte der Musikverein Bretzenheim das Orchester eingeladen und die Verbandsgemeinde dafür gewonnen, die Veranstaltung als Heimattag zu unterstützen. Bürgermeister Michael Cyfka übernahm mit großer Freude die Schirmherrschaft. In seiner Rede schlug er den Bogen von den demokratischen Grundwerten über die Deutsche Einheit bis hin zum Zusammenwachsen der fusionierten Verbandsgemeinde. Denn so unterschiedlich diese Themen zunächst erscheinen mögen, eines verbindet sie: Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen bereit sind, aufeinander zuzugehen und etwas miteinander zu gestalten. Die Heimattage wollen genau dafür Raum schaffen – für Begegnungen und für ein friedliches Miteinander.
Jürgen Merz, Vorsitzender des Musikvereins Bretzenheim, begrüßte den bis auf den letzten Platz gefüllten Saal und nutzte die Gelegenheit, den vielen Helferinnen und Helfern zu danken, die diesen besonderen Konzertabend überhaupt erst möglich gemacht hatten. Sie kümmerten sich nicht nur um die Bewirtung der zahlreichen Gäste, sondern hatten mit viel Liebe zum Detail auch für eine stimmungsvolle Dekoration und eindrucksvolle Illumination der Halle gesorgt.
Dann gehörte die Bühne ganz der Musik. Und, wie vielseitig ein großes sinfonisches Blasorchester klingen kann, zeigte das Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz an diesem Abend eindrucksvoll. Das Repertoire reichte von bekannten Musicalmelodien über große, fast filmisch anmutende Klangbilder bis hin zu Stücken, die mit ihrer Musik ganze Geschichten erzählten. Man hörte dem Orient-Express zu oder landet in einer märchenhafter Welt kakophonischer Klänge. Dann wieder erklangen vertraute Melodien aus der Welt der Musicals, bei denen sicherlich der eine oder andere im Publikum innerlich mitsummte. Kraftvolle Passagen wechselten sich mit leisen Tönen ab, humorvolle musikalische Momente mit großen, feierlichen Klängen. Natürlich durfte bei einem Polizeiorchester auch ein zünftiger Marsch nicht fehlen. So entstand ein Konzert, das weit mehr bot als klassische Blasmusik und gerade durch seine enorme Bandbreite begeisterte. Die Profimusikerinnen und -musiker zeigten nicht nur technische Perfektion auf höchstem Niveau, sondern vor allem große Spielfreude – und die sprang unmittelbar auf den voll besetzten Saal über.
Der Applaus und die Standing Ovations wollten am Ende kaum aufhören. Und so gab es Zugabe um Zugabe. Die letzte hätte am Tag der Deutschen Einheit kaum passender sein können: die deutsche Nationalhymne.
Ein ganzer Saal erhob sich und sang gemeinsam.
Gänsehaut pur.
Heimat schmeckt – einmal um die Welt
Am Sonntag wurde schließlich die Römerberghalle in Windesheim für den internationalen Frühstücksbrunch herausgeputzt. Und was dort auf die Tische kam, war weit mehr als ein normales Buffet. Die Ehrenamtlichen rund um die Initiative „Ich bin dabei!“ hatten gemeinsam mit zahlreichen Mitbürgerinnen und Mitbürgern mehr als 50 selbst zubereitete Spezialitäten aus unterschiedlichen Heimatländern zusammengetragen. Süß, herzhaft, vertraut oder völlig neu – hier durfte probiert, entdeckt, nachgefragt und natürlich ordentlich geschlemmt werden.
Die Speisen wurden gegen eine freiwillige Spende zugunsten der Ehrenamtsinitiative „Ich bin dabei!“ ausgegeben. Und so wurde aus dem gemeinsamen Essen ganz nebenbei genau das, wofür die Heimattage stehen: Menschen unterschiedlichster Herkunft saßen miteinander am Tisch, kamen ins Gespräch und lernten sich über Geschichten, Geschmäcker und Traditionen ein Stück besser kennen.
Für die passende musikalische Begleitung sorgte der Shantychor Bretzenheim, der die große Bühne in Windesheim und das hervorragend aufgelegte Publikum sichtlich genoss. Mit Seemannsliedern und viel Freude am gemeinsamen Singen wurde auch der letzte Heimattag zu einem Fest der Begegnung.
Unser Fazit: Was für vier Tage!
Rund 1.000 Besucherinnen und Besucher in vier Tagen – damit haben die Heimattage 2026 eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig Gemeinschaft in unserer Verbandsgemeinde ist.
Unser großer Dank gilt allen, die erzählt, organisiert, gekocht, gebacken, ausgeschenkt, aufgebaut, abgebaut, musiziert, unterhalten und mit angepackt haben. Den vielen Ehrenamtlichen in Rümmelsheim, Daxweiler, Bretzenheim und Windesheim, unseren Künstlerinnen und Künstlern, Musikerinnen und Musikern – und natürlich Ihnen, unserem Publikum.
Denn am Ende sind es nicht Bühnen, Programme oder volle Hallen, die Heimattage zu Heimattagen machen.
Es sind die Menschen.
Danke für Ihre Begeisterung, für die vielen wunderbaren Begegnungen und dafür, dass Sie unsere Heimattage mit Leben gefüllt haben.
Schön, dass Sie alle da waren!
Fotos: Kirsten Mang
Collage im Titel mit ChatGPT erzeugt (KI)


















