Herbst & Winter ist Jagdsaison!


Im Oktober hat die Hauptjagdsaison begonnen - der Deutsche Jagdverband (DJV) appelliert an Wald- und Feldbesucher, auf Warnhinweise zu achten.

Über den Herbst und Winter laufen die Bewegungsjagden – auch Treib- oder Drückjagden genannt. Rot umrandete Dreiecke mit Aufdrucken wie „Treibjagd“ oder „Vorsicht Jagd“ machen an Straßen sowie Wald- und Feldwegen auf Bewegungsjagden aufmerksam. Der DJV bittet Wanderer, Jogger, Reiter und andere Naturfreunde, die Warnschilder zu beachten.

Punktuelle Sperrungen von Wanderwegen sind zu erwarten. In der Regel werden diese kurzfristig vorgenommen und nicht vorab bekannt gegeben. Die Zeit der Sperrung ist dabei zeitlich und räumlich sehr eng gefasst unter Berücksichtgung der jahreszeitgemäßen üblichen Besucherströme (in den frühen Morgenstunden, i.d.R. bis 9.30 Uhr beendet).

Auf Sicherheit im Jagdbetrieb wird in Ausbildung und Praxis allergrößter Wert gelegt. Um Jagdteilnehmer und Unbeteiligte vor Gefahren zu schützen, gelten strenge Regeln. Insbesondere bei Bewegungsjagden müssen sich alle an der Jagd unmittelbar Beteiligten durch signalfarbene Kleidung deutlich von der Umgebung abheben. Das Jagdgebiet ist für Erholungssuchende in der Regel deutlich gekennzeichnet, und das Schussfeld für jeden einzelnen Schützen ist genau festgelegt. Hochsitze und erhöhte Stände sorgen dafür, dass Schüsse in Richtung Boden abgegeben werden. Die Erde dient also als natürlicher Kugelfang.

Bei Bewegungsjagden ziehen zahlreiche Treiber und Hunde langsam durch den Wald. Durch die dabei entstehende Unruhe werden Rehe, Wildschweine und Co. auf die „Beine“ gebracht und ohne Hast in Richtung der Schützen „gedrückt“. So haben die Jägerinnen und Jäger die Möglichkeit, Alter, Geschlecht und Konstitution der Wildtiere besser zu erkennen und einen Schuss sicher zu platzieren.

Die Jagd dient vor allem der Regulierung der Wildpopulationen und ist deshalb ein wichtiger Bestandteil des Umweltschutzes. Ohne Bejagung würden sich beispielsweise Pflanzenfresser wie Reh- oder Rotwild in unserer Kulturlandschaft stark vermehren und Bäume im Wald schädigen. Wildschweine vermehren sich rasant und können ihren Bestand ohne Jagd übers Jahr sogar vervierfachen. Dadurch werden immer mehr landwirtschaftlich genutzte Flächen bedroht. Wühlschäden auf Feldern steigen signifikant und zerstören die Wintersaat. Aber auch anpassungsfähige Räuber wie der Fuchs könnten ohne Jagd die sowieso stark bedrohten Kleinsäuger und bodenbrütende Vogelarten regional auslöschen.


Quelle: https://www.jagdverband.de/  Foto: „Sicherheit bei der Jagd (Quelle: DJV)“

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