Eichenprozessionsspinner - Raupen schlüpfen bald


In wenigen Tagen (voraussichtlich erste/zweite Maiwoche) werden die Eichen in der Verbandsgemeinde mit dem Austrieb beginnen. Sobald das geschieht, schlüpfen auch die Raupen des Eichenprozessionsspinners, um sich ihre Futterstelle, die geöffneten Knospen der Eichen, zu suchen. 

Der Eichenprozessionsspinner kommt an allen Eichenarten vor. Er bevorzugt warm-trockene Regionen, daher sind die Bedingungen in unseren Breitengraden also nahezu ideal für ihn. Schwerpunktgebiete sind Eichenwälder in Stadtrandnähe, und dort im Zeitraum von Mitte Mai bis Ende Juni.

Besonders gefährlich für den Menschen sind die Härchen des Eichenprozessionsspinners. Diese führen bei Kontakt mit der Haut zu Reizungen und Verbrennungen. Weiterhin kann es zu Entzündungen von Augenbindehaut und Auge sowie der oberen Luftwege kommen.

Da die ersten beiden Larvenstadien des Eichenprozessionsspinners keine Brennhaare besitzen, geht von diesen Stadien noch keine Gefährdung für die Gesundheit des Menschen aus. Aber: Aktuell auftretende Beschwerden können durch Brennhaare aus alten Gespinsten der Vorjahre hervorgerufen werden.

Wir empfehlen deshalb, den Kontakt zu Gespinstnestern der Prozessionsspinnerraupen an Eichenbäumen absolut zu vermeiden!


Eine Beseitigung der Nester des Eichenprozessionsspinners ist sehr schwierig.

Auf unseren Spielplätzen wird der Befall jeweils entfernt. In unseren Wäldern und Wirtschaftswegen ist eine flächendeckende Bekämpfung jedoch nicht durchführbar, da dies jeden finanziellen Rahmen komplett sprengen würde. Daher ist im Wald die Umsicht der Waldbesucher gefragt. Mit Vorsichtig und genügend Abstand zu den befallenen Bäumen, passiert nichts. Auf Spielplätzen wie auch innerörtlichen Grünflächen und im Schwimmbad gelten andere Maßstäbe - hier muss man bekämpfen.

Auch wenn wir mit diesen Raupen wegen des Klimawandels weiterhin leben müssen, so denken Sie bitte daran: Aus den Raupen des Eichenprozessionsspinners werden Schmetterlinge. Sobald die Verpuppung ~ Anfang Juli erfolgt, geht keine Gefahr mehr von den Tieren aus. Nur die Härchen der einstigen Raupen halten sich hartnäckig in den Gespinsten an der Eichenrinde und auf dem Waldboden.