Die Felseneremitage aus einer besonderen Perspektive


Die Felseneremitage, die als einziges Felsenkloster nördlich der Alpen gilt, ist die größte Sehenswürdigkeit der Gemeinde Bretzenheim und sehr beliebt bei Wanderern, Spaziergängern oder auch Radfahrern (der Guldenbachradweg führt genau an der Eremitage vorbei). Ein perfekter Ort für eine kurze Rast, ein Innehalten oder einfach, um die Stimme der Natur auf sich wirken zu lassen.

Der Rümmelsheimer Michel Bierbrauer hat das Bauwerk nebst Drumherum aus einer ganz besonderen Perspektive eingefangen ... indem er seine Drohne die Felseneremitage erkunden ließ. Dabei sind tolle Bilder sowohl von der Eremitage als auch von der herrlichen Landschaft dort entstanden. Dafür schon mal vielen herzlichen Dank!

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Infos zur Felseneremitage:

Das Außengelände kann jederzeit besichtigt werden – und ein Besuch ist absolut empfehlenswert. Führungen sind möglich, eine Besichtigung der Felsenwohnung jedoch aufgrund eines Felsrutsches aus Sicherheitsgründen zurzeit nicht. Die Ortsgemeinde Bretzenheim ist seit August 2019 Eigentümer dieser einmaligen Anlage und kann sich nun um die Sicherung und Erhaltung kümmern.

Bereits in vorgeschichtlicher Zeit wurde die Eremitage vermutlich als heidnische Kultstätte in den Fels gehauen. Wahrscheinlich seit dem 6. bis 8. Jahrhundert erfuhr sie eine christliche Umwidmung, urkundlich wird sie erstmals im Jahre 1043 erwähnt.

Die heute noch begehbare, ca. 90 qm große Wohnung im Fels war zeitweise Heimstätte mehrerer Eremiten bzw. Konvent eines Felsenklosters. Die letzten Bewohner waren zwischen 1716 – 1827 Eremiten, die hier nach längerer Vakanz wieder einen weit über die Grenzen hinaus bekannten Wallfahrtsort geschaffen hatten. Der letzte Eremit starb im Jahre 1827 im Alter von 82 Jahren.