Betriebsbesichtigung "Kranbau Wilbert"


Franz Wilbert, Geschäftsführer der „Wilbert TowerCranes GmbH“, gab Michael Cyf-ka, Beauftragter der Landesregierung für die Verbandsgemeinde Langenlonsheim-Stromberg, sowie Torsten Strauß, Ortsbürgermeister von Waldlaubersheim, Katja Gellweiler, Beigeordnete von Waldlaubersheim, und Kirsten Mang, Leiterin der Stabsstelle Tourismus- und Wirtschaftsförderung der Verbandsgemeinde Langen-lonsheim-Stromberg, einen interessanten und informativen Einblick in die Vergan-genheit und Gegenwart der Kran-Firma in Waldlaubersheim. Schon seit 1999 sind obendrehende Turmkrane das Kerngeschäft der Firma. Dies umfasst Planung, Vermietung, Service und Produktion dieser Krane für komplexe Bauvorhaben, be-sonders in den Bereichen Hochbau und Kraftwerksbau. 2018 hat Zoomlion, einer der größten Baumaschinenhersteller Chinas, die Wilbert TowerCranes GmbH über-nommen. Der Standort Waldlaubersheim, davon zeigte Wilbert sich überzeugt, blei-be. Des Weiteren sprach der Geschäftsführer sich dafür aus, dass Waldlaubersheim Europa-Standort würde.

Auf dem 140.000 m² großen Werksgelände mit über 50.000 m² Produktions- und Lagerhallen und 90.000 m² Freiflächen (für Lagerung und als Testgelände) werden leistungsstarke Turmdrehkrane entwickelt, verkauft und vermietet. „Unsere Miet-kranflotte gehört zu den größten Deutschlands“, berichtete Wilbert. Die Produkti-onshalle der Firma sei so groß wie ein Fußballfeld, 105 m lang, 42 m breit. 9 bis 11 Millionen Einkaufswert lagern hier. Da die verschiedenen Teile teils etliche Monate Lieferzeit benötigen, sei eine gute Planung  dringend notwendig, erklärte der Ge-schäftsführer. Für die Endmontage steht eine Halle mit allein 195 m Länge, 30 m Breite und 20 m Höhe zur Verfügung.
170 Mitarbeiter zählt der Betrieb, davon 20 Frauen und 10 Auszubildende – alle am Standort in Waldlaubersheim. Das Arbeitsklima passt, Work-Life-Balance wird ge-lebt, das Vertrauen in der Firma großgeschrieben. „Hier werden alle gleich behan-delt, wenn sie die gleiche Leistung bringen“, betonte Wilbert. Das vorletzte Jahr ha-be beste Ergebnisse der Firmengeschichte gebracht, fügte er noch hinzu.
Ebenfalls einen Blick konnte Michael Cyfka auf die modernsten Fertigungsanlagen für den Stahlbau werfen, die nach höchsten Standards produzieren. Eine hochwer-tige Pulverbeschichtung mache die Wilbert-Krane besonders widerstandsfähig ge-gen Korrosion und Umwelteinflüsse, erklärte der Geschäftsführer. Auch ein Probe-sitzen in einer Krankabine war für den Beauftragten der VG möglich – allerdings nicht in schwindelnder Höhe, sondern in der Produktionshalle. Zur Technik in der Kabine erklärte Wilbert: „Überall, wo Handyempfang ist, können Daten abgerufen werden – von heute und Wochen vorher.“ So könne man eventuelle Störungen schnell beheben. „Die ganze Software machen wir selbst“, berichtete Wilbert weiter. Hierfür seien 6 IT-Entwickler angestellt.
Michael Cyfka zeigte sich beeindruckt von der Aufstellung und Größenordnung des Betriebes und unterstrich auch die Wichtigkeit der Firmen wie die „Wilbert Tower-Cranes GmbH“ für die Verbandsgemeinde: „Für uns ist es sehr wichtig. Die Betrie-be, die wir hier haben, brauchen wir auch hier.“

Ein großer Punkt sei immer die Zeit, meinte Franz Wilbert, und wer als schnellstes etwas umsetzen kann. Hier seien die Dimensionen in China ganz andere. „In Deutschland gibt es Vorschriften und Regelungen“, nickte Cyfka. Was auch gut so sei. Entscheidend sei, wenn jemand gut vernetzt ist. „Das sind Dinge, die sind un-bezahlbar“, so der Beauftragte.