Betriebsbesichtigung Bäckerei Grünewald


Bei seiner Besichtigung verschiedener Betriebe im Rahmen der Wirtschaftsförde-rung der Verbandsgemeinde Langenlonsheim-Stromberg, besichtigte Michael Cyf-ka, Beauftragter des Landes für die VG, auch die Bäckerei Grünewald in Waldlau-bersheim. Der gelernte Bäckermeister Marco Grünewald und Ehefrau Jennifer sind beide Geschäftsführer des seit dem Jahre 1881 bestehenden Familienbetriebes. Und die nunmehr 5. Generation blickt zuversichtlich in die geschäftliche Zukunft, denn mit dem Sohn und der Tochter des Hauses steht die 6. Generation bereits in den Startlöchern. „Es ist beeindruckend, ein Familienbetrieb in der Größe und auch über die Jahre hin immer familiengeführt“, befand Cyfka. Und gut organisiert sei der Betrieb außerdem, stellte der Beauftragte fest. 26 Filialen mit rund 220 Mitarbeitern und zurzeit vier Auszubildende zählt die Bäckerei. In Waldlaubersheim sind derzeit insgesamt 50 Mitarbeiter beschäftigt.

Circa 10.000 Brötchen gehen jeden Tag raus. Die Zutaten für Brot, Brötchen und Gebäck kommen aus der Region, wie z.B. das Roggenmehl von der Mühle Kruskop aus Windesheim oder auch Eier und Milch aus dem Soonwald. „Das ist gelebte Fu-sion“, stellte Cyfka begeistert fest. Viele Maschinen und viel Technik finden sich in der großen Backstube in Waldlaubersheim, dennoch „ist noch viel Handarbeit er-forderlich“, erklärte Marco Grünewald.
Die von Michael Cyfka angesprochene Infrastruktur sei gut, meinte Grünewald. Von Anfang an sei das Angebot sehr gut angenommen worden. Mitarbeiter der umlie-genden Firmen, die ihre Mittagspause in der Bäckerei verbringen, LKW-Fahrer, die einen Zwischenstopp einlegen, oder auch Gäste und Anwohner der umliegenden Gemeinden verweilen gerne im hellen, freundlich Verkaufsraum. Bei der Laufkund-schaft kommt der Standort ebenfalls gut an.
Michael Cyfka sprach sich dafür aus, dass auch in kleinen Gemeinden Gewerbe-gebiete geschaffen würden. Man wolle auch den Standort Stromberg stärken und noch viele Betriebe anschauen. „Der Schwerpunkt liegt auf der GGS (Gesellschaft für Gewerbeansiedlung)“, so Cyfka. „Wo wir Unterstützung leisten können, werden wir das auch tun.“ Man wolle mittelfristig wachsen als VG  und gesunde Gewerbe-betriebe, die vor Ort produzieren und vor Ort verkaufen, unterstützen. „Gesundes Wachstum geht nur beiderseitig“, befand der Beauftragte – Kitas und Schulen wie auch der Bäcker oder Metzger.

Auch die Bonpflicht wurde thematisiert. „Damit hat man den Mittelstand massiv ge-schadet“, äußerte sich Cyfka. Ein Bon für zwei Brötchen – auch Marco Grünewald weiß nicht, was das bringen soll. Täglich würden allein in der Geschäftsstelle in Waldlaubersheim um die 10.000 Bons ausgedruckt.   
„Familienbetriebe sind was Besonderes“, betonte Kirsten Mang, Leiterin der Stabs-stelle Tourismus- und Wirtschaftsförderung. Eine Initiative für Fachkräftemangel läge ihr am Herzen, sprach Mang. Die Bäckerei Grünewald sei auf jeden Fall ein Vorbild für andere, stimmte auch Cyfka zu.