Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Teilgebiet „Kirchzeilen“ in der Gemarkung Dorsheim; Offenlage des Bebauungsplanes gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB)

Der Ortsgemeinderat von Dorsheim hat in seiner Sitzung am 16.10.2018 den Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Teilgebiet:

„Kirchzeilen“

gefasst.

Die Bekanntmachung des Aufstellungsbeschlusses wurde im Mitteilungsblatt der ehemaligen Verbandsgemeinde Langenlonsheim am 20.12.2019.

Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes wird das Ziel verfolgt, eine städtebauliche Entwicklung für eine gemischte bauliche Nutzung von Wohnbau- und Gewerbebauflächen zu realisieren. Damit wird sowohl der seit längerem beobachteten Nachfrage nach dieser Nutzungskombination in dieser Region Rechnung getragen, als auch eine Neuinterpretation und Wiederbelebung der Nutzungsmischung in den traditionellen Ortskern ermöglicht.

Das Plangebiet befindet sich am westlichen Ortsrand der Ortsgemeinde Dorsheim. Im Süden und Osten schließen bestehende Wohngebiete an das Plangebiet an, im Westen befinden sich zwei privilegierte landwirtschaftliche Weinbaubetriebe.

Der vorläufige räumliche Geltungsbereich des Bebauungsplanes umfasst die Flurstücke 69/8, 15/9, 17/2, 18/1, 18/2, 66/1 teilweise und 28/5 teilweise, der Flur 9 in der Gemarkung Dorsheim sowie Straßenverkehrsflächen (Flurstück 27/7 teilweise, Flur 9) der K 43.

In seiner Sitzung am 07.05.2024 hat der Ortsgemeinderat über die während der frühzeitigen Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung gem. §§ 4 Abs. 1 und 3 Abs. 1 BauGB eingegangenen Stellungnahmen beraten und die Entwürfe der Bebauungsplanung für das Verfahren nach §§ 4 Abs. 2 und 3 Abs. 2 BauGB freigegeben.

Aus diesem Grund werden die zur Auslegung bestimmten Entwürfe des Bebauungsplanes (Planzeichnung, Textfestsetzungen, Begründung und Umweltbericht sowie entsprechende Fachplanungen und Gutachten) in der Zeit vom

10. Juni 2024 bis einschließlich 09 Juli 2024

auf dieser Homepage zu jedermanns Einsichtnahme veröffentlicht.

Darüber hinaus können die Entwürfe der Bebauungsplanung während der Büroöffnungszeiten von montags bis freitags von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr sowie donnerstags von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr, ansonsten nach telefonischer oder schriftlicher Terminvereinbarung, bei der Verbandsgemeindeverwaltung Langenlonsheim-Stromberg, Verwaltungsstelle Stromberg, Warmsrother Grund 2, 55442 Stromberg, Büro 24 (Ansprechpartner: Marvin Hilkert, Telefon: 06724 9333 55) eingesehen werden.

Neben der Einstellung auf dieser Internetpräsenz und Auslegung bei der Verbandsgemeindeverwaltung, erfolgt zudem eine Veröffentlichung auf dem Geoportal des Landes Rheinland-Pfalz.

Während der vorgegebenen Frist besteht die Möglichkeit zur beabsichtigten Planung Stellung zu nehmen. Die Stellungnahme ist schriftlich einzureichen. Hierbei wird um die Abgabe auf elektronischem Weg, an: m.hilkert@vg-ls.de oder rathaus@vg-ls.de, gebeten.

Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht eingehende Stellungnahmen bei der Beratung und Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben können.

Folgende Arten umweltbezogener Informationen sind darüber hinaus verfügbar und werden ebenfalls ausgelegt (§ 3 Abs. 2 BauGB):

  1. Umweltbericht (Bestandteil der Begründung) mit allen gemäß der Anlage 1 zu § 2 Abs. 4 und § 2a BauGB zu beschreibenden und zu bewertenden Inhalten, erstellt durch Enviro-Plan 2023.
  2. Gutachten zum Bebauungsplan als Anlagen zur Begründung und Umweltbericht mit umweltbezogenen Informationen
    1. Fachbeitrag Artenschutz gemäß § 44 BNatSchG zum 1. Abschnitt „Erweiterung der Kinderkrippe am Rother Weg“, erstellt durch F.K. Wilhelmi 2022.
    2. Geo-/umwelttechnischer Bericht Nr. 5132-21, erstellt durch baucontrol 2021.
    3. Schutzanweisung Versorgungsanlagen für Baufachleute/Bauherren, erstellt durch Westnetz 2021.
    4. Schutzanweisung für Arbeiten im Bereich der Mineralölfertigproduktenfernleitung sowie der Telekommunikationsleitungen, erstellt durch Rhein-Main-Rohrleitungstransportgesellschaft mbH. 2017.
  3. Bisher eingegangene Stellungnahmen im Rahmen der Beteiligung der Behörden und der sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 1 BauGB mit umweltbezogenen Informationen:
    1. Westnetz GmbH, Regionalzentrum Rhein-Nahe-Hunsrück - u.a. mit Aussagen bzw. Hinweisen zu: Gas-Hochdruckleitung.
    2. Generaldirektion Kulturelles Erbe – Direktion Landesarchäologie Mainz - u.a. mit Aussagen bzw. Hinweisen zu: Archäologische Funde.
    3. Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord – Regionalstelle Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Bodenschutz - u.a. mit Aussagen bzw. Hinweisen zu: Beseitigung des Niederschlagswasser, Schmutzwasserbeseitigung.
    4. Deutsche Telekom Technik GmbH – T NL Südwest, PTI 12 - u.a. mit Aussagen bzw. Hinweisen zu: Telekommunikationslinien der Telekom, geplante Baumpflanzungen.
    5. Landesbetrieb Mobilität Bad Kreuznach (LBM) - u.a. mit Aussagen bzw. Hinweisen zu: verkehrliche Erschließung, Einbindung der Autobahn GmbH (Bauverbotszone der Autobahn, Errichtung baulicher Anlagen innerhalb der Baubeschränkungszone).
    6. Vodafone Kabel Deutschland – Vertrieb und Service GmbH, Planung NE 3 - u.a. mit Aussagen bzw. Hinweisen zu: Telekommunikationsanlagen.
    7. Kreisverwaltung Bad Kreuznach - u.a. mit Aussagen bzw. Hinweisen zu: übergeordnete Planungen (Regionalplan, Flächennutzungsplan), Anpflanzungsmaßnahmen, Abgrenzung des Geltungsbereiches, Baubeschränkungszone zur Autobahn, planungsrechtliche und bauordnungsrechtliche Festsetzungen, allgemeine wasserwirtschaftliche Aspekte/Entwässerung, Abfallwirtschaft
    8. Verbandsgemeindeverwaltung Langenlonsheim-Stromberg (FB 5) - u.a. mit Aussagen bzw. Hinweisen zu: Schmutzwasserbeseitigung, Abwasseraufkommen, anfallendes Oberflächenwasser, Entwässerungskonzept.
    9. Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. - u.a. mit Aussagen bzw. Hinweisen zu: Realisierung der Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Fläche finden sich in (1):

Es wurden Aussagen getroffen zu: Versiegelungen, Flächengröße der Bebauungsplanänderung.

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Boden finden sich in (1), (2b), (2c), (2d), (3a), (3c), (3d) und (3e):

Es wurden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: Bestand und Auswirkungsprognose durch den Bebauungsplan, Vorbelastungen, anlagebedingte Versiegelungen, Maßnahmen zur Vermeidung und Verringerung, Ausgleichsflächen, Bodengutachten.

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Wasser finden sich in (1), (3c), (3g) und (3h):

Es wurden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: Grundwasserverhältnisse, Auswirkungen durch ermöglichte Versiegelungen, Oberflächenabfluss und Entwässerung, Maßnahmen zur Vermeidung und Verringerung.

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Klima/Luft finden sich in (1):

Es wurden Aussagen getroffen zu: klimatische Funktionen des Geltungsbereiches, Auswirkungen durch ermöglichte Versiegelungen, Maßnahmen zur Vermeidung und Verringerung.

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt finden sich in (1), (2a), (3g), (3i):

Es wurden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: Biotop- und Nutzungsstrukturen, pauschal geschützte Biotope, erfasste und betroffene Tierarten, Auswirkungen auf Biotope und Lebensräume durch den Bebauungsplan, Vorbelastungen, Maßnahmen zur Vermeidung und Verringerung, Ausgleichsflächen.

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Landschaft und Erholung finden sich in (1):

Es wurden Aussagen getroffen zu: Erholungseignung des Geltungsbereiches, Vorbelastungen, Auswirkungen auf das Landschaftsbild durch den Bebauungsplan, Maßnahmen zur Vermeidung und Verringerung.

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Menschen und seine Gesundheit finden sich in (1), (3e) und (3g):

Es wurden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: Immissionen durch Verkehrslärm, Bebauungsplanänderung dient sozialen Zwecken.

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Kultur- und sonstige Sachgüter finden sich in (1), (3a), (3b), (3d) und (3f):

Es wurden Aussagen getroffen zu: Gas-Hochdruckleitung, Telekommunikationslinien, archäologische Funde.

Dorsheim, 30.05.2024,

Marlene Hölz, Ortsbürgermeisterin


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